Am Freitag, 24.06.2022 findet exklusiv für die Mitglieder und Freunde des Fördervereins Besinnungsweg Fellbach e.V. eine Führung mit Dr. Heribert Sautter statt. Beginn: 18:00 Uhr am Eingang zur Alten Kelter.

 

Zur Originalseite der Stadt Felllbach

Die Vibration der Dinge

15. Triennale Kleinplastik Fellbach

Kuratiert von Elke aus dem Moore, 4. Juni – 3. Oktober 2022, Alte Kelter Fellbach

 

Eröffnung am Samstag, 4. Juni 2022, 11 Uhr

Einen ganzen Tag lang wird die Eröffnung der 15. Triennale Kleinplastik gefeiert. Der Festakt findet in schöner Tradition um 11 Uhr im Großen Zelt hinter der Alten Kelter statt, mit Kuratorin Elke aus dem Moore, Staatssekretärin Petra Olschowski sowie Oberbürgermeisterin Gabriele Zull. Traditionell wird auch der Ludwig Gies-Preis für Kleinplastik von LETTER Stiftung Köln bei der Eröffnung überreicht. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Lisa Tuyala Quartett. Beim Stehempfang bekommen alle Gäste ein Glas des Triennale-Weins des Weingut Heids zu kosten: einen Riesling Sauvignon Blanc 2021. Kleine Speisen und Getränke bietet "Gesines Foodtruck" an. Um 15 Uhr lädt Nhkensani Mkhari im Ausstellungsraum zu seiner Performance ZIBUYILE ZINKISI ein. Um 16 Uhr wird der SCULPTURE FOREST SANCTUARY auf dem Besinnungsweg mit Co-Kuratorin Antje Majewski in einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Ein Bus-Shuttle von der Alten Kelter ist eingerichtet. Die Soundperformance I AM YOUR QUESTION von Lamin Fofana um 19 Uhr in der Alten Kelter geht ins Künstler*innenfest über.

Der Eintritt zum Festakt ist kostenfrei. Da der Andrang erfahrungsgemäß groß ist, ist Einlass nur mit kostenfreien Einlasskarten möglich. Anmeldung für die Karten ist möglich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0711/5851 364.

Konzept der Kuratorin Elke aus dem Moore

Die 15. Ausgabe der Kleinplastik Triennale Fellbach beschäftigt sich mit der Lebendigkeit der Dinge: Dinge, auch künstlerische Objekte sind in soziale und gesellschaftliche Kontexte eingebunden. Objekte sind lebendig, sie vibrieren und erzeugen Resonanz. Gehen sie auf Reisen, verschieben sich ihre Bedeutungen und Werte. Sie besitzen eine Aufladung, die sich verändern und gar verschwinden kann.

Unter dem Titel Die Vibration der Dinge wirft Elke aus dem Moore fundamentale Fragen unserer Gegenwart auf – Fragen, die zentral sind für unser Zusammenleben auf diesem Planeten. Ausgehend von einer Lebendigkeit der Materie und somit auch einer Wirkmacht von Objekten, werden künstlerische Positionen vorgestellt, die sich mit gesellschaftlich hochaktuellen Fragen nach Eigentum, Verflechtung, Restitution und Verantwortung beschäftigen.

Liegt in Objekten eine andere Form von Wirklichkeit oder Wahrheit? Welche sozialen Funktionen und Bedeutungen haben Objekte? Was veranlasst uns Menschen dazu, etwas beherrschen oder besitzen zu wollen? Die Auffassung, dass Objekte eine Wirkkraft haben, verändert Beziehungen auf grundlegende Weise. Vor allem vor dem Hintergrund einer forcierten Migration der Objekte, durch Krieg und Raub, oder anderen Überführungen in neue soziale Kontexte wird deutlich, dass Beziehungen zwischen verschiedenen Menschen, aber auch ihren Objekten unterbrochen wurden. Die gegenwärtige Auseinandersetzung um Restitution verdeutlicht, dass die Wiederherstellung dieser Beziehungen dringend notwendig ist. Dazu gehört über die Rückgabe der Güter hinaus die Anerkennung anderer, auch nicht-kognitiver Wissenssysteme. Erst so können Beziehungen wieder hergestellt werden, die durch Kolonialismus, Imperialismus und Kapitalismus auseinandergetrieben wurden und werden.

Kulturelle Institutionen und Ereignisse wie die Triennale Kleinplastik Fellbach tragen eine besondere Verantwortung, denn sie stellen Räume zur Verfügung, in denen Resonanzerfahrungen gemacht werden können. Welche Formen der Rezeption sind notwendig, um Objekte in ihrer Komplexität und Lebendigkeit wahrnehmen zu können? Wie entstehen Beziehungen und Erfahrungen durch Kunstobjekte? Wie verändern sich Kunstobjekte durch ihre Migration?

www.triennale.de                                                                                                                                                                                                           Nach oben

Alte Kelter Triennale

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