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Pressespiegel


Fellbacher Weihnachtsmarkt

 

Der Förderverein Besinnungsweg Fellbach e.V.  baut beim Fellbacher Weihnachtsmarkt am

Dienstag, 21. Dezember 2010,  von 12 – 20 Uhr

seinen Stand auf und bietet wieder Holzsägearbeiten in Form von Sternen, Tannenbäumen und Engeln an. Nachdem wir beim Oeffinger Adventsmarkt so gut wie ausverkauft waren, haben wir nochmals neue Motive hergestellt.

Herzliche Einladung zum Schauen, Kaufen oder zum Gespräch.

Wir freuen uns auf viele Besucher!

 

Fellbacher Weihnachtsmarkt


Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder......

beteiligt sich der Förderverein Besinnungsweg Fellbach e.V. am Adventsmarkt des Gewerbevereins Oeffingen, der in diesem Jahr am

Sonntag, dem  28. November 2010 (1. Advent)

von 11 – 18:00 Uhr

in derSchulstraßestattfindet.

An unserem schön gestalteten Stand erwarten Sie vielerlei Möglichkeiten, für Weihnachten etwas Besonderes zu finden. 

Unsere Auswahl ist groß und für jeden Geschmack ist etwas dabei:

Besonders beliebt und begehrt sind auch die selbst hergestellten Holzsäge-arbeiten mit weihnachtlichen Motiven.

Zum Aufwärmen gibt es natürlich auch wieder unseren berühmten Kakao mit Koriander u.a. aus fairem Handel. Ganz neu bieten wir Ihnen  ein wunderbar schmeckendes, heißes Holunderblüten-Sirup-Getränk an sowie herrlich duftende, geröstete Maronen.  Lassen Sie sich überraschen!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 

 

(cl)


Kunstreise des Fördervereins zur Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010 vom 3. – 5.9.2010

44 Mitglieder und Freunde des FBF e. V. besuchten das Ruhrgebiet mit seiner Kulturhauptstadt Europa 2010 - Essen. Diesen Titel vergab die UNESCO der Ruhrmetropole unter 14 Bewerbern, neben der Fellbacher Partnerstadt Pecs und Istanbul.

Zu unserer ersten Begegnung kam es mit Kunst im Ruhr-Atoll – Stadtteil Essen-Werder. Der örtliche Künstler Norbert Bauer zeigte eine Sammlung von Werken vieler, mehr oder weniger bekannter Künstler. Darunter waren auch Arbeiten von den Gestaltern unserer Besinnungsorte: Brodwolf, Ullman und Ulrichs. Norbert Bauer übergab seinen Kollegen eine extra für dieses Projekt konstruierte Holzkiste mit drei hellen Kalksteinen in Backsteinform, „die Grundsteinkiste“, zur freien Gestaltung. Die Resonanz war überraschend. 395 Arbeiten kamen zurück. Er sammelte diese auf einer großen Schrägwand, mietete eine alte, ausgediente Industriehalle an und somit  kam es zur Sonderausstellung des Kunsthauses Langenberg e.V..

Zum Ruhr-Atoll gehören noch 22 Modelle zum Thema Kunst – Wissenschaft, Energie – Ökologie. Sechs davon hat die Jury zur Umsetzung genehmigt, vier sind als künstliche Inseln in natürlicher Größe aufgebaut auf dem Baldeneysee, einem Stausee der Ruhr.

Höhepunkt des Tages war das anschließende Treffen mit Fritz Pleitgen, Journalist, ehemaliger Intendant des WDR und jetzt Kurator, Koordinator und Manager des Projektes Ruhr 2010. Herr Pleitgen schilderte uns die Situation seiner Heimat Ruhrgebiet in Geschichte und Entwicklung zur nachindustriellen Zeit,  sowie seine Berufung in das Projekt und die getroffenen Maßnahmen im Auftrag des Regionalverbandes  Ruhr. „Das Ruhrgebiet ist Pleite“, war seine erste Aussage. Mit einem Etat von 60 Mio. Euro sollten 53 Kommunen mit 5,3 Millionen Einwohnern auf das große kulturelle Ereignis Ruhr 2010 eingestimmt werden. Seine Aufgabe sah Fritz Pleitgen darin, die Vielfalt und die Konkurrenz der Einzelgemeinden zu einem gesellschaftlichen und kulturellen Ganzen bewusst zu machen und über mentale Grenzen hinweg verbindende Elemente zu finden.  Die Eröffnungsfeier zu Ruhr 2010 im Januar 2010 auf dem Gelände der Zeche Zollverein habe unter widrigsten Wetterumständen stattgefunden. Das Singen über Gemeindegrenzen hinweg wurde organisiert und gefördert. Durch Sperrung eines Autobahnabschnittes über 16 km für den „langen Tisch“ kam ein Guinnes-Rekord zustande.  Die Tragödie bei der Loveparade in Duisburg gehöre leider auch zu Ruhr 2010. Alle Maßnahmen unter dem Motto: „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ hatten zum Ziel, den Menschen im Ruhrgebiet für die nachindustrielle Zeit eine Zukunftsperspektive zu geben. Hans-Gerd Schwarz und Paul Rothwein bedankten sich bei Fritz Pleitgen mit einer Edition Wein vom Besinnungsweg Fellbach und einem Triennale-Katalog für seinen aufschlussreichen Vortrag und die Zeit, die er sich trotz vieler Termine für uns genom-men hat. Der Tag klang aus mit dem Abendessen in der Dampfbierbrauerei Essen im Stadtteil Borbeck bei Bier und deftigem Essen in historischen Mauern.

Am zweiten Tag ging es nach dem Frühstück zum Museum Folkwang. Dieses wurde zur Ruhr 2010 in drei Jahren unter Architekt Chipperfield um- und neu gebaut mit Mitteln aus einer Stif-tung, welche Alfred Krupp mit 55 Mio. Euro unterstützte. Es liegt  mitten im Stadtgefüge mit sechs Bauteilen und drei offenen Grünflächen – moderne Sachlichkeit – und birgt Gemälde aus dem 19ten und 20sten Jahrhundert. Zu sehen sind Werke von Renoir, Monet, Paul Klee usw. bis hin zur Moderne. Ursprünglich war es eine Sammlung der Stadt Hagen, die 1922 von Essen er-worben wurde. Die Nationalsozialisten hatten alle modernen Werke zur entarteten Kunst erklärt, beschlagnahmt und zum Teil verkauft, ein nicht mehr messbarer Verlust. Von 1400 Werken kamen nach dem Krieg nur 20 wieder zurück.

 

 

 

Nach dem Gruppenfoto brachte uns der Bus zu der stillgelegten und zum Museum umfunktionierten Kohlenzeche Zollverein. Wahrzeichen ist das Doppelbock-Fördergerüst am Schacht XII. Zu Betriebszeiten wurden hier pro Tag bis zu 12.000 t Kohle aus einer Tiefe bis 1.150 m gefördert. Die Anlage ist das Topmodell unter den Zechen, ein Wunderwerk der Technik. Auch sie wurde im Industrie Design nach dem Prinzip der modernen Sachlichkeit gebaut. Das dazugehörige Gelände umfasst eine Fläche von 13 qkm.  Die Anlage ist jetzt Eigentum des Landes NRW. Sie steht unter Denkmalschutz. Das Abendessen fand im „Unperfekthaus“ statt, einem Künstlertreff in der Essen-City in einem 7-Etagenhaus mit Werkstätten, Bühnen, Ateliers nach eigenen Gesetzen und Gastronomie mit Selbstbedienung. Es bezeichnet sich selbst als Republik und Freiraum in einer immer perfekteren Welt.

Der dritte Tag begann mit weiteren Führungen auf dem Gelände der Zeche Zollverein ja nach Interesse in zwei Gruppen Die technisch Interessierten erstiegen die Kokerei über eine Schrägband(förder)brücke. Von oben wurde die Dimension der riesigen Anlage erst richtig erfassbar. Die Führerin erklärte den Prozessverlauf der Kohleverarbeitung, einschließlich der Gewinnung von Nebenprodukten wie Schwefel, Ammoniak usw. und die Herstellung von Koks für die Stahlgewinnung. Die Arbeitsbedingungen  waren sehr hart, lebensgefährlich und ungesund. Die Arbeiter mussten, je nach Arbeitsplatz, Hitze-Temperaturen bis 85° C im Sommer, 35° C im Winter, eine Dauer-Lärmbelastung bis um 100 Dezibel – bei 120 Dezibel wird der Mensch taub -  und den ständigen Kohlestaub in der Atemluft aushalten. Arbeitsschutzgesetze kamen erst in den 60er Jahren. Dennoch war nach Aussage jeder stolz, Bergmann der Zeche Zollverein zu sein. Die Gruppe Architektur hörte Erklärungen zur Arbeit des Industriearchitekten Fritz Schupp, zu Funktionalität und dem Design der Gebäude sowie über die Gestalter des im Jahr 2001 zum Welterbe der UNESCO erhobenen Denkmals, Norman Forster u.a. Die Kohleförderung begann hier im Jahr 1851. Schacht XII war einst die schönste und leistungsstärkste Schachtanlage der Welt. Die neue Kokerei arbeitete von 1962 bis zur endgültigen Schließung aus wirtschaftlichen Gründen im Jahr 1993.

Danach trafen sich beide Gruppen im Bergmanns-lokal „Fünf Mädelhaus“ am Bergmannsbuffet. Zum letzten Event konnten alle Reiseteilnehmer einen Spaziergang am Baldeneysee  machen, um die künstlichen Inseln aus dem Projekt Ruhr Atoll anzuschauen. Bei strahlendem Sonnenschein fand dort das Seefest statt mit einer Bühne am Wasser und gerade laufendem Programm mit vielen Besuchern - ein wirklich schöner Abschluss!

Dank des von Ulrike Dreßler-Uetz so großartig bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Reiseprogramms sowie der vorzüglichen Organisation und Reiseleitung gemeinsam mit Hans-Gerd Schwarz erlebten alle Teilnehmer sehr interessante und schöne Tage in froher Gemeinschaft. Dafür auch an dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön!

Ein weiterer Dank gebührt Herrn Kauffmann von der Firma MAWI, der uns mit dem Bus zuverlässig und sicher auf dieser Reise begleitet hat.

- Hans Stöhr /cl - 


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